Was ist eine Kliniktasche?
Wann die Kliniktasche packen?
Welche Tasche als Kliniktasche nehmen?
Kliniktasche-Inhalt: Was muss in die Kliniktasche?

Was ist eine Kliniktasche?

Eine Kliniktasche brauchst du, wenn du planst, dein Kind in einem Krankenhaus oder in einem Geburtshaus zur Welt zu bringen. Dann solltest du für die Stunden oder Tage, die du dort verbringen wirst, eine Grundausstattung an Kleidung, Hygieneartikeln und Wohlfühl-Accessoires zusammenpacken, die du bei der Geburt und danach brauchen wirst. Und auch wenn du eine Hausgeburt planst, solltest du für den Fall von Komplikationen eine Notfalltasche für die Klinik parat haben.

Was genau alles in die Kliniktasche gehört, hängt dementsprechend davon ab, wie du die Geburt planst. Für die Entbindung im Geburtshaus oder ambulant in einer Klinik wirst du natürlich viel weniger packen müssen, als wenn du die üblichen zwei bis drei Tage auf der Wöchnerinnenstation verbringen möchtest. Egal wofür du dich entscheidest, einige Basics für dich und dein Baby gehören einfach in jede Kliniktasche. Welche das sind, haben wir weiter unten übersichtlich für dich zusammengefasst.

Wann die Kliniktasche packen?

Für viele Paare bedeutet das Packen der Kliniktasche den letzten Schritt der Vorbereitungen auf das Baby. Kein Wunder, dass viele werdende Mamas das Packen der Kliniktasche gerne mal hinauszögern, schließlich bedeutet sie in gewisser Art und Weise den symbolischen Anfang vom Ende der Schwangerschaft – eine emotionale Angelegenheit für die meisten Schwangeren.

Doch gegen Ende der Schwangerschaft kann es auch mal ganz schnell gehen und dein Baby drängelt plötzlich. Bei einem Blasensprung oder unter regelmäßigen Wehen möchtest du dir sicher nicht mehr den Stress antun, jetzt noch an das Nötigste zu denken und eine Tasche zu packen. Deshalb solltest du deine Kliniktasche rechtzeitig packen und griffbereit in der Wohnung verstauen. Dann hast du den Kopf frei und kannst dir sicher sein, alles dabei zu haben, wenn es losgeht.

Wir empfehlen dir, deine Kliniktasche ab der 30. SSW, spätestens aber zur 34. SSW fertig gepackt zu haben.

Welche Tasche als Kliniktasche nehmen?

Wie groß sollte die Kliniktasche sein und was eignet sich demnach als Kliniktasche für die Geburt? Auch hier kommt es natürlich darauf an, wie lange du planst, außer Haus zu sein. Eine geräumige Wickeltasche, wie unsere Klinik- und Wickeltasche aus veganem Kunstleder, oder ein Weekender eignet sich zum Beispiel perfekt als reine Kreißsaaltasche oder Geburtstasche zur ambulanten Geburt. Etwas größer sollte die Kliniktasche sein, wenn du ein paar Tage in der Klinik verbringen wirst. In dem Fall machen sich eine große Sporttasche oder ein mittelgroßer Koffer gut. Egal, wofür du dich als Kliniktasche entscheidest, sie sollte groß genug sein, damit alles (auch Badesandalen, Kosmetik, Kissen usw.) gut hineinpasst, was du für zwei bis drei Tage und Nächte außer Haus brauchst. 

Noch ein Tipp von uns: Verzichte bestenfalls auf mehrteiliges Gepäck. Klinikzimmer sind meist eher klein bemessen und wahrscheinlich wirst du nicht die einzige Mama auf dem Zimmer sein. Ausufernde Gepäckberge, die im Zimmer herumstehen, stören dich, die Zimmernachbarn und das Krankenhauspersonal. Nicht zuletzt stellen sie auch eine Stolpergefahr dar. Deshalb: Packe so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.

Kliniktasche packen: Was muss in die Kliniktasche?

Ich packe meine Kliniktasche und was muss mit? Wir haben dir hier eine übersichtliche Kliniktasche-Liste zusammengestellt: 

Checkliste: Kliniktasche

Wichtige Dokumente:

  • Personalausweis (oder Reisepass)
  • Krankenkassenkarte
  • Mutterpass
  • Einweisungsschein vom Arzt (falls vorhanden)
  • Allergiepass (falls vorhanden)
  • für die Anmeldung des Kindes beim Standesamt (falls deine Klinik diesen Service anbietet): Heiratsurkunde und Stammbuch, oder bei unverheirateten Paaren die Geburtsurkunden von Mutter und Vater und ggf. die Vaterschaftsanerkennung

Für die Entbindung:

  • Geburtsplan (falls vorhanden)
  • 2 x lange, weite Umstands- und Still-Nachthemden oder Still-Shirts zum Wechseln, falls es länger dauern sollte
  • 1 x Bademantel oder Morgenmantel
  • 1 x bequeme, weite Loungehose
  • Hausschuhe/Slipper oder Badelatschen
  • dicke Socken
  • Hygieneartikel zum Frischmachen zwischendurch (z.B. Seife, Deo)
  • bei langen Haaren: Haargummi oder Haarspange
  • Kontaktlinsen-Trägerinnen: entsprechendes Equipment und Brille
  • Lippenpflegestift
  • energiespendende Getränke und Snacks (z.B. Müsliriegel, Kekse, Bonbons, Saft)
  • persönliche Gegenstände, wie Geld, Handy, Kamera…
  • außerdem für den werdenden Vater: Snacks und Dinge zum Zeitvertreib (z.B. Zeitschriften, Bücher)

Und zusätzlich für das Wochenbett:

Folgende Dinge bekommst du in der Regel auf der Wöchnerinnenstation gestellt. Wenn du dich mit deinen eigenen Sachen aber wohler fühlst, solltest du noch daran denken:

  • Handtücher, Waschlappen
  • Mehrere Einmalslips oder kochbare Slips
  • Starke Einlagen oder Binden
  • Mehrere Stilleinlagen
  • Brustwarzenpflegesalbe

 Für dein Baby (alles in Gr. 50 bis 56):

Wickelutensilien sowie Pre-Milch, wenn nötig, bekommst du normalerweise in der Klinik gestellt, häufig auch Babykleidung, Spucktücher, Schnuller, Fläschchen usw. für eure Zeit auf der Station. Erkundige dich danach im Zweifel vorab in deiner Entbindungsklinik.

Du bist dir nicht sicher, ob du an alles gedacht hast oder ob dein Gepäck für den Klinikaufenthalt reicht? Keine Sorge! Wichtig sind in erster Linie alle Dokumente, die du für die Entbindung brauchst. Alles andere kann die Klinik stellen oder kann dir später noch von Partner, Familie und Freunden mitgebracht werden, wenn sie euer Baby besuchen kommen.

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